TagesheimProfil
Das Landschulheim Marquartstein bietet als Zwischenform zwischen der immer noch weitgehend auf den Vormittag konzentrierten normalen Schule und dem Internat auch ein Tagesheim, welches zu besuchen wohl vor allem dann empfehlenswert ist, wenn Eltern z. B. aus beruflichen Gründen ihre Kinder am Nachmittag nicht selbst versorgen und beaufsichtigen können. Unbeaufsichtigte Kinder gehen leichter den Weg des geringsten Widerstandes und nehmen es mit den schulischen Pflichten vielleicht nicht so genau. Hausaufgabenversäumnisse, mangelnde Vorbereitung auf den Unterricht und in der Konsequenz schulische Probleme sind vielfach die Folge. Hier bietet das Tagesheim eine Lösung, die Lücke zu schließen.

Es gibt aber durchaus auch eine Reihe von Schülern, bei denen sich keine solche „Lücke“ auftut, die also zum Mittagessen und Lernen nach Hause fahren könnten und dennoch das Tagesheim besuchen, z. B. weil sie die Gemeinschaft schätzen oder auch da sie die Erfahrung gemacht haben, dass es ihnen leichter fällt, ihre schulischen Pflichten zu erfüllen, wenn sie unmittelbar miterleben, dass andere das genauso tun. Nachdem in den letzten Jahren die Zahl der Tagesheimteilnehmer beträchtlich gestiegen ist, ergibt sich häufig die Möglichkeit, weitgehend homogene Tagesheimgruppen zu bilden, die im Idealfall aus Schülerinnen und Schülern nur einer Klasse bestehen. Das ist gut für die „corporate identity“ - das Zusammengehörigkeitsgefühl – und erleichtert die Arbeit ungemein.


Ort und Zeit:
Seit dem Schuljahr 2006/07 verfügt das Tagesheim über ein
eigenes Gebäude, auf das wir sehr stolz sind: Zwischen der Schule und dem Internat ist der Neue Tagesheim-Pavillon entstanden, der den vier Studierzeitgruppen großzügigen und angenehmen Raum zum Arbeiten bietet.

Das Tagesheim findet grundsätzlich an allen normalen Schultagen statt, es beginnt um 13.05 Uhr mit einem gemeinsamen warmen Mittagessen. Nach einer kleinen Pause fertigen die Tagesheimschüler unter Aufsicht ihre Hausaufgaben an. Zunächst einmal sollen sie versuchen, selbständig und still für sich zu arbeiten. Soweit sie die (allenthalben auftauchenden) Probleme nicht selbst lösen können, dürfen und sollen die Schüler aber natürlich auch die Hilfe der Tagesheimlehrer in Anspruch nehmen. Vor allem in der zweiten Studierzeithälfte im Anschluss an die Vesperpause (welche etwa von 15.00 bis 15.20 Uhr dauert) sind freiere Lernformen möglich, etwa gegenseitiges Abfragen der Vokabeln u. Ä..

Das Tagesheim endet um 16.30 Uhr. Dass dann alle schulischen Pflichten erledigt sind, können wir (leider) nicht versprechen. Vor allem wegen des vermehrten Nachmittagsunterrichts bleibt für manchen sicherlich am einen oder anderen Tag oder auch am Wochenende noch etwas zu tun. Ohnehin kann das Tagesheim durch bloße Teilnahme keine schulischen Erfolge garantieren. Die Chance, bei entsprechender Motivation und Mitarbeit das gesetzte Ziel zu erreichen, ist jedoch erfahrungsgemäß nicht gering.

Die Schüler des Tagesheims sind verpflichtet, regelmäßig an der Studierzeit teilzunehmen, Ausnahmen hiervon sind in begründeten Fällen möglich.

Kosten:
Die Kosten für Verpflegung und Betreuung belaufen sich zur Zeit (2006/07) auf EUR 110,- pro Monat, 11-mal im Jahr. Der Eintritt in das Tagesheim ist prinzipiell jederzeit möglich, sofern Plätze frei sind, also auch während des Schuljahres.

Kontakt:
Sollten Sie (und Ihr Kind!) am Tagesheim interessiert sein, lassen Sie bitte dem Leiter des Tagesheims, Herrn OStR Christoph Nöldeke, über das
Sekretariat ( bitte anklicken ! ) eine telefonische oder schriftliche Nachricht mit Ihrer Telefonnummer zukommen, er wird sich dann bei Ihnen melden.


Christoph Nöldeke (OStR), 
Leiter des Tagesheims (Nov. 06)