SchuleEvaluation
Schuljahr 2003/2004

Das LSH hat sich im Schuljahr 2003/2004 freiwilig mit vier anderen bayerischen Gymnasien an dem Evaluations-Pilotprojekt
des bayerischen Kultusministeriums beteiligt.
Sie wurde von einem schulexternen Evaluations-Team durchgeführt.

Besser als die Schwimmer, nicht so gut wie Birgit Fischer

Die Evaluation am LSH

Eine Zusammenfassung des Evaluationsberichts

von Werner Wiedemann (LSH)


Vom 18.12.2003 (erste Vorbesprechung) bis zum 22.4. 2004 (Ergebnispräsentation) führte ein Team von sechs Personen, vier Schulvertreter, ein Elternvertreter und ein Vertreter der Wirtschaft, eine Evaluation am Staatlichen Landschulheim durch.

Für die ganz eiligen Leser mit Erinnerung an die Olympischen Spiele erklärt vielleicht die Überschrift schon alles, der interessiertere Leser mit wenig Zeit sei auf die „Stärken-Schwächen“-Tabelle am Ende verwiesen.

Insgesamt wurde unsere Schule positiv bewertet. Für einzelne Aspekte unterbreitete das Team Verbesserungsvorschläge.

In der folgenden Kurzdarstellung übernehme ich die Gliederung des Evaluationsberichtes, Details sind aber gekürzt, ich habe versucht, keine sinnentstellenden Kürzungen vorzunehmen.


1. Der äußere Rahmen

Die Rahmenbedingungen des Landschulheims werden als durchweg positiv beurteilt. Gelände, Ressourcen und Organisation sind einem sinnvollen Lernen zuträglich, einzig die Ausstattung mit Räumen wird als zu knapp konstatiert. Vor allem bei außerplanmäßigen Ereignissen (z.B. mehrstündige Klausuren) fällt dieser Mangel ins Auge. Aber auch für den „Normalbetrieb“ sind Erweiterungen notwendig. Es fehlen Aufenthaltsräume für die Schule und das Heim, Sportstätten sind, zumindest bis zur Fertigstellung des geplanten Ausbaus der Turnhalle, noch nicht ausreichend vorhanden, und bereits in naher Zukunft sind weitere Probleme im Zusammenhang mit schulpolitischen Entwicklungen und wachsenden Schülerzahlen absehbar.

Mittelfristig sind wohl Erweiterungs- oder Neubauten unumgänglich.

2. Der Prozess des Lernens und Unterrichtens

2.1 Allgemeines

Zuerst geht es hierbei um die Institution Schule als solche.

Dem Lehrerkollegium werden eine sehr kollegiale Zusammenarbeit und ein starkes „Wir-Gefühl“ bescheinigt, allerdings stellt das Evaluationsteam gewisse Vorbehalte bei innovativen Maßnahmen fest, die aus der vom Traditionsbewusstsein geprägten Kultur stammen würden. Die Vorbehalte beziehen sich dabei auf einzelne Aspekte der Methodik, können nicht generell festgestellt werden.

Verbessert werden könnte nach der Untersuchung die Zusammenarbeit im Sinne konkreter Arbeitserleichterungen. Der Bericht schlägt die Einrichung einer Materialbörse vor wie auch den weiteren Ausbau der „Schulaufgabenordner“.

Ebenso sollte eine „Informationskette“ über die Grenze der Sommerferien hinaus geschaffen werden.

Ein schulinternes Fortbildungskonzept, wie im Bericht gefordert, wird im Moment bereits erarbeitet.

Die Partizipation aller am Schulleben beteiligten Gruppen (Schüler, Eltern, Lehrer, Schulleitung) wird als positiv im Bericht erwähnt, in Einzelfällen kann die Transparenz noch weiter verstärkt werden, so wünscht der Elternbeirat zum Beispiel ein höheres Maß bei diversen Entscheidungen.

Der Informationsfluss an der Schule wird als grundsätzlich intakt gesehen, allerdings mit leichten Defiziten in einzelnen Bereichen. So sei ein verstärkter Austausch zwischen Heim und Schule wünschenswert.

Positiv werden regelmäßige Projekte wie zum Beispiel Lesenächte oder der „Dies Latinus“ erwähnt.

Der Abschlussbericht erwähnt aber auch, dass die Förderung begabter Schüler in kognitiver Hinsicht auszubauen sei, die Förderung des Sports (-> Skimodel) wird gewürdigt.

2.2 Der Unterricht

Die Grundlagen, also Klassenführung, Disziplin, Regelbeachtung usf. werden als positiv empfunden. Das „Klima“ am staatlichen Landschulheim ist geprägt von einem engen Lehrer-Schüler- Verhältnis. Das Anforderungsniveau ist angemessen, der Lehrplan wurde in allen besuchten Stunden (natürlich) eingehalten.

Das Team war allerdings der Meinung, dass Verbesserungen hinsichtlich einer effektiveren Nutzung der Unterrichtszeit möglich wären. Es wird eine geringe Variabilität bei den Unterrichtsmethoden festgestellt, schüleraktivierende Formen konnte das Team bei den Unterrichtsbesuchen eher selten beobachten. Es wurde empfohlen, besonders die Nachhaltigkeit des Unterrichts durch mehr Wiederholungs- und Übungsphasen zu erhöhen.

Beim Vergleich der Ergebnisse des Landschulheims bei standardisierten zentralen Tests zeigt sich, dass die Ergebnisse innerhalb einer Bandbreite von ca. fünf Hundertsteln nach unten im Landesschnitt liegen. In Mathematik haben sich die Ergebnisse in den letzten Jahren leicht verschlechtert.

3. Die Schulleitung

Der Schulleitung wird ein hohes Maß an Dialogbereitschaft attestiert. Die kooperative Amtsführung des Schulleiters führt zu seinem großen Ansehen. Besonders hervorgehoben wird der detaillierte und wohldurchdachte Geschäftsverteilungsplan. Einzig die Vergabe der Anrechnungsstunden sollte dem Abschlussbericht zufolge noch transparenter gestaltet werden.


STÄRKEN SCHWÄCHEN

Sehr schöne Gesamtanlage des Landschulheims Zu wenig Räume für die kommenden Aufgaben

Gute Räumlichkeiten für den Werkunterricht Transparenz sollte noch gesteigert werden

Kollegiales „Wir-Gefühl“ des Kollegiums Informationsfluss Heim-Schule

Gute Zusammenarbeit Langsames Unterrichtstempo

Gute Individualisierung Zu wenig schüleraktivierende Unterrichtsformen

Sehr gute Gesprächskultur Förderung begabter Schüler sollte im kognitiven Bereich noch verstärkt werden

Gute Klassenführung Eltern sind schwer für die Arbeit im Elternbeirat zu gewinnen


Schulinterne Kommentare zur Evaluation 

Elternbeirat
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(02.12.04)